DIN A6: Maße, Herkunft und Einsatzbereiche des kleinen Papierformats
DIN A6 ist mit 105 x 148 Millimetern eines der kleinsten gebräuchlichen Papierformate im Alltag – bekannt vor allem als klassische Postkartengröße, aber auch als Format für Notizblöcke, Flyer und Taschenbücher. Wer selbst etwas in diesem Format gestalten, drucken oder verschicken möchte, braucht neben den reinen Maßen auch ein paar praktische Hintergründe: Wie leitet sich A6 von den anderen DIN-Formaten ab, welche Vorgaben gelten beim Versand als Postkarte, und worauf kommt es beim Einrichten am Computer an. Genau darum geht es im Folgenden.
Die Maße von DIN A6 im Detail
Ein Blatt im Format DIN A6 misst 105 x 148 Millimeter, also 10,5 x 14,8 Zentimeter. In Zoll umgerechnet entspricht das ungefähr 4,1 x 5,8 Inch. Die bedruckbare Fläche liegt bei rund 156 Quadratzentimetern.
Für die digitale Gestaltung reicht die Angabe in Zentimetern allerdings nicht aus. Wer eine Datei in Bildbearbeitungs- oder Layoutprogrammen anlegt, muss zusätzlich die Auflösung in Pixel pro Zoll (ppi) festlegen, denn ein Pixel ist selbst keine feste Größeneinheit. Für den Druck haben sich 300 ppi als Standard etabliert: Bei dieser Auflösung entspricht A6 einer Pixelgröße von etwa 1240 x 1748 Pixeln. Für reine Bildschirmdarstellung genügen häufig 72 bis 96 ppi, was deutlich kleinere Pixelwerte ergibt.
Herkunft: Wie sich A6 aus der DIN-Reihe ableitet
Die Papierformate der A-Reihe gehen auf die deutsche Norm DIN 476 aus dem Jahr 1922 zurück und wurden später international in der ISO 216 verankert. Ausgangspunkt ist das Format A0 mit einer Fläche von einem Quadratmeter. Jedes kleinere Format entsteht, indem man das vorherige entlang der langen Seite halbiert – aus zwei A6-Blättern wird so ein A5-Blatt, aus zwei A5-Blättern ein A4-Blatt, und so weiter bis zu A0. A6 ist damit exakt ein Viertel eines A4-Blattes und ein Sechzehntel von A4 hochgerechnet auf A0.
Charakteristisch für die gesamte Reihe ist das Seitenverhältnis von 1 zu Wurzel 2. Dadurch bleibt beim Halbieren oder Verdoppeln das Verhältnis von Breite zu Höhe immer gleich, und es entsteht keine Verzerrung, wenn ein Dokument von einem Format auf das nächste vergrößert oder verkleinert wird.
A6 im Vergleich zu den anderen DIN-Formaten
Die folgende Übersicht zeigt, wie sich A6 in die Reihe der gängigsten Formate einordnet:
| Format | Maße in mm | Maße in cm | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| A4 | 210 x 297 | 21,0 x 29,7 | Briefe, Dokumente, Ausdrucke |
| A5 | 148 x 210 | 14,8 x 21,0 | Broschüren, Notizhefte, Einladungen |
| A6 | 105 x 148 | 10,5 x 14,8 | Postkarten, Flyer, Notizzettel |
| A7 | 74 x 105 | 7,4 x 10,5 | Eintrittskarten, kleine Etiketten |
Auffällig: Die Breite von A6 entspricht exakt der Höhe von A7, und die Höhe von A6 entspricht wiederum der Breite von A5. Dieses Prinzip zieht sich durch die gesamte Formatreihe und macht sie so praktisch für Druckereien, die aus einem großen Bogen mehrere kleinere Formate ohne Verschnitt zuschneiden.
Typische Einsatzbereiche von DIN A6
Im Alltag begegnet A6 vor allem in diesen Bereichen:
Postkarten sind der bekannteste Anwendungsfall – dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt. Daneben ist A6 ein beliebtes Flyer-Format für Werbeaktionen, Gutscheine und Beilagen, weil es sich gut in der Hand halten lässt und trotzdem genug Platz für Bild und kurzen Text bietet. Auch Notizblöcke, Terminkärtchen und Briefpapier werden häufig in A6 gefertigt. Im Buchdruck orientieren sich viele Taschenbücher an einem A6-nahen Format, weil es sich leicht transportieren lässt. Weniger offensichtlich, aber ebenfalls verbreitet: Toilettenpapier- und Kalenderblätter greifen teilweise ebenfalls auf die A6-Maße zurück.
A6 als Postkartenformat: Maße und Portovorgaben in Deutschland
DIN A6 gilt in Deutschland als das klassische Postkartenformat und wird von der Deutschen Post problemlos akzeptiert. Damit eine Karte zum günstigen Postkartenporto verschickt werden kann, muss sie bestimmte Grenzwerte einhalten: Die Deutsche Post verlangt eine Mindestgröße von 140 x 90 Millimetern und eine Höchstgröße von 235 x 125 Millimetern, ein Mindestseitenverhältnis von 1,4 zu 1, ein Gewicht bis 20 Gramm sowie festen Karton, meist im Bereich von 150 bis 350 Gramm pro Quadratmeter. Mit 105 x 148 Millimetern liegt A6 bequem innerhalb dieser Vorgaben und wird von den Sortiermaschinen der Post zuverlässig als Postkarte erkannt.
Wird eine Karte größer, schwerer oder biegsamer als diese Grenzwerte, gilt sie nicht mehr als Postkarte, sondern muss als Brief oder Großbrief frankiert werden – das ist in der Regel deutlich teurer. Wer eine Karte selbst gestaltet, sollte außerdem beachten, dass auf der Rückseite Platz für Anschrift, Frankierzone und die maschinenlesbare Codierzone eingeplant werden muss; im A6-Format nimmt das häufig fast die Hälfte der Fläche ein.
Da sich Portopreise und genaue Vorgaben der Deutschen Post gelegentlich ändern, lohnt sich vor dem Versand größerer Stückzahlen ein Blick auf die aktuell gültigen Konditionen.
A6 richtig einrichten: Tipps für Druck und Bildschirm
Wer eine A6-Vorlage selbst gestaltet, sollte einige praktische Punkte beachten. Für den professionellen Druck empfiehlt sich grundsätzlich eine Auflösung von 300 ppi, damit Bilder und Text scharf erscheinen. Wichtig ist außerdem ein Beschnittrand von meist 2 bis 3 Millimetern rund um das eigentliche Format, damit beim Zuschnitt keine ungewollten weißen Ränder entstehen. Bei zweiseitig bedruckten Karten, etwa Postkarten, lohnt sich ein Blick in die Layoutvorgaben des jeweiligen Druckdienstleisters, da Adressfeld und Frankierzone oft genau positioniert sein müssen. Für die reine Bildschirmansicht, etwa in einer Präsentation oder einem PDF, reicht dagegen eine deutlich geringere Auflösung von 72 bis 150 ppi aus.
Fazit
DIN A6 hat sich mit seinen 105 x 148 Millimetern als praktisches, kompaktes Format für Postkarten, Flyer und Notizen etabliert – nicht zuletzt, weil es sich sauber in die logische DIN-Formatreihe einfügt und postalisch unkompliziert zu versenden ist. Wer eine Postkarte oder einen Flyer im A6-Format plant, sollte die aktuellen Maß- und Portovorgaben der Deutschen Post vor dem Druck noch einmal gegenchecken, da sich Details am Rand gelegentlich ändern. Für alle, die häufiger mit Druckformaten arbeiten, lohnt es sich, die gesamte DIN-A-Reihe im Blick zu behalten – sie hilft dabei, das passende Format für den jeweiligen Einsatzzweck schnell einzuordnen.